Diese Ohrfeige gegen Sozialabbau ist ein Signal dafür, dass die bisher dominante Sicht, wonach die Altersvorsorge nur ein Sanierungsfall sei, bröckelt. Jetzt sind verbesserte Leistungsziele in der Altersvorsorge der Erwerbstätigen verlangt.
Die Deutlichkeit des Abstimmungsresultates ist ein Auftrag, bei den Missbräuchen in der zweiten Säule endlich aufzuräumen. Im Klartext sind verlangt: ein Ende der Abzockerei durch die Lebensversicherer, eine Stärkung der paritätischen Verwaltung, ein besserer Schutz der Arbeitnehmervertreter/innen, mehr Transparenz in der Verwaltung.
Diesen Samstag, 13.3.2010, soll der Bundesplatz fest in Frauenhand sein. Denn die SGB-Frauenkommission und Marche mondiale des femmes rufen zur grossen Frauendemo auf. Die Forderungen sind breit gestreut. Für die Gewerkschaften steht die Lohngleichheit im Zentrum.
Ende 2009 zählte der SGB an die 9000 Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor. Und: erstmals in seiner Geschichte hat der SGB eine Schallmauer durchbrochen: Er organisiert nun mehr als 100'000 Frauen in seinen Reihen. Diese positive Entwicklung ist zu einem guten Teil - aber nicht ausschliesslich - der Assoziierung der Genfer Gewerkschaft SIT zu verdanken.
Zwar steht dieser kleine Sieg im Schatten des grossen Rentenklau-Sieges. In der Bildungspoltik jedoch stellt er die Weichen definitiv in eine gute Richtung.